»Leistung macht Schule«
Bund-Länder-Initiative

Die bundesweite Initiative Leistung macht Schule (LemaS) hat das Ziel, Entwicklungsmöglichkeiten von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern zu optimieren. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Potenziale von Kindern und Jugendlichen aus weniger bildungsnahen Elternhäusern, insbesondere mit Migrationshintergrund, gerichtet werden sowie auf die Ausgewogenheit der Geschlechter, zum Beispiel im MINT-Bereich. Die Initiative richtet sich schulformübergreifend an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 10.      

Die insgesamt 300 an der Initiative teilnehmenden Schulen werden von einem Forschungsverbund aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 16 Hochschulen unterstützt und begleitet.

  • Die zehnjährige Initiative startete am 31. Januar 2018 und besteht aus zwei Phasen (jeweils 5 Jahre). Ziel der ersten Phase ist es, schulische Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Förderung zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Die Erarbeitung der Konzepte erfolgt in schulformübergreifenden Netzwerken. Die Arbeit innerhalb der Kernmodule wird wissenschaftlich unterstützt und begleitet. Kern der zweiten Phase der Initiative ist der Transfer der Ergebnisse mit den teilnehmenden Schulen als Multiplikatoren.

Für das Programm zur Förderung leistungsstarker und leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler mit einer Laufzeit von zehn Jahren stellen Bund und Länder zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Entwicklungs-und Forschungsprojekt zielt auf eine theorie- und evidenzbasierte Optimierung von schulischen Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht. Konkret soll diese Optimierung über folgende Ansatzpunkte erreicht werden:

  • Begleitung von Schulen bei der Entwicklung eines Leitbildes einer ressourcenorientierten, leistungsfördernden Schule und beim Aufbau einer Schulkultur, die Vielfalt anerkennt und wertschätzt.
  • Lehrkräfteprofessionalisierung über ihre Einbindung in die Entwicklung und formative Evaluation fachspezifischer Diagnose- und Förderformate (MINT und Sprachen), über Weiterbildungen zu Grundlagen, Diagnostik und Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler und über die explizite Förderung der Lehrkräftekooperation.
  • Aufbau und Begleitung von Schulnetzwerken über Bildungsetappen (Übergänge) und Kenntnisstände hinweg.
  • Aufbau und Pflege einer Theorie-Praxis-Brücke (a) über den projektspezifischen Austausch in praxisnahen Forschungsprojekten und (b) über den projektübergreifenden Austausch in gemeinsamen Kommunikationsstrukturen und regelmäßigen Treffen von Lehrkräften und Forschenden mit Einbindung weiterer Beteiligter wie Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulleitungen und Schulverwaltungen.
  • Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler durch: (a) Unterrichtsentwicklung im Fachunterricht in den Bereichen MINT und Sprachen mit Fokus auf der Entwicklung diagnosebasierter differenzierender Förderformate und unter besonderer Berücksichtigung von Schülerinnen und Schülern aus weniger bildungsnahen Elternhäusern, mit Deutsch als Fremdsprache und Mädchen in MINT. (b) Aufbau fachübergreifender Kompetenzen (selbstreguliertes Lernen) unter besonderer Berücksichtigung von potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern (erwartungswidrige Minderleister). (c) Fachübergreifende Ansätze der Individualisierung (personalisierte Förderpläne, Mentoring).

Die Umsetzung erfolgt in 22 Teilprojekten, die mit den insgesamt 300 am Projekt beteiligten Schulen aus dem Primar-und Sekundarbereich kooperieren.

  • Kernmodul 1: Entwicklung eines schulischen Leitbilds mit Ausrichtung auf eine leistungsförderliche Schulentwicklung (mit 3 Teilprojekten)
  • Kernmodul 2: Fordern und Fördern im Regelunterricht (mit 19 Teilprojekten)

Neben den Kernmodulen konnten Schulen bedarfsorientiert zusätzliche fakultative Module anwählen:

  • Fakultatives Modul 3: Diagnose und Beratung
  • Fakultatives Modul 4: Fordern und Fördern außerhalb des Regelunterrichts

Der bundesweite Auftakt fand am 30. Januar 2018 in Berlin statt. Bundesweite Veranstaltungsangebote in Formaten von Kongressen dienen der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit von Forschungsverbund und Schulen insbesondere in den Kernmodulen 1 und 2. Landesweite Veranstaltungen ergänzen das Angebot mit der Möglichkeit des Austausches, der Zusammenarbeit der 63 LemaS Schulen aus NRW sowie gegebenenfalls bedarfsorientierter Inputs.

Aus NRW nehmen 63 Schulen teil. Davon sind 29 Primarschulen und 34 Schulen des Sekundarbereichs I. Mit der Aufforderung des Bundes, bestehende Strukturen im Land aufzunehmen, wurden die 23 Schulen des Projekts Zentren Begabtenförderung in diese Initiative integriert.

Das Ministerium für Schule und Bildung NRW (MSB) und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU), hier das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung (LIF), haben eine Kooperationsvereinbarung zum kooperativen Zusammenwirken im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Leistung macht Schule (LemaS) geschlossen. Das LIF qualifiziert, berät und unterstützt die an LemaS teilnehmenden NRW-Schulen sowie die bestehenden schulischen Netzwerke. Eine weitere Aufgabe des LIF liegt in der Gestaltung und Durchführung von Fachtagungen gemeinsam mit dem MSB. Das MSB hat einen Lenkungsausschuss als zentrales Steuerungsorgan gebildet, das der Prozessunterstützung dient und aus Vertretern der Schule, der fünf Bezirksregierungen, des MSB, der WWU Münster und des LIF besteht.

 

Regierungsbezirk Arnsberg

Grundschulen

Realschule

Gesamtschule

Gymnasien

Regierungsbezirk Detmold

Grundschulen

Realschule

Gymnasien

Regierungsbezirk Düsseldorf

Grundschulen

Gesamtschulen

Gymnasien

Regierungsbezirk Köln

Grundschulen

Förderschule

Realschule

Gesamtschulen

Gymnasien

Regierungsbezirk Münster

Realschule

Gesamtschule

Gymnasien

 

23 der teilnehmenden Schulen an der gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler arbeiteten schulformübergreifend im Projekt Zentren Begabtenförderung:


Regierungsbezirk Arnsberg

Grundschulen

Gymnasien


Regierungsbezirk Detmold

Grundschulen

Gemeinschaftsschule Sek.I


Regierungsbezirk Düsseldorf

Grundschule

Gymnasium


Regierungsbezirk Köln

Grundschulen

Gymnasien


Regierungsbezirk Münster

Grundschulen

Gesamtschule

Gymnasien

 

Zurück zur Übersicht

 

Bund-Länder-Initiative
Leistung macht Schule
Forschungsverbund

»Leistung macht Schule« (LemaS) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Begleitung und Weiterentwicklung von Schulen zur Förderung leistungsstarker und potenziell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Hervorgegangen aus einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern setzt sich LemaS aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie acht Kooperationspartnern aus empirischer Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Fachdidaktiken unterschiedlicher Fächer und pädagogischer Psychologie zusammen. In 22 inhaltlichen sowie zwei übergreifenden Teilprojekten geht es um eine theorie- und evidenzbasierte Optimierung von schulischen Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht.

Zum Forschungsverbund: Website des LemaS Forschungsverbundes

Leistung macht Schule: Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Leistung macht Schule: Website der Arbeitsgruppe Bildung für Leistungsstarke im DLR Projektträger

Teilnehmende Schulen bundesweit: Website der Arbeitsgruppe Bildung für Leistungsstarke im DLR Projektträger

Leistung macht Schule: Website des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen