Methodenbeschreibung
Darum geht es
In mehreren Tisch-Runden kommen Lernende in kleinen Gruppen zusammen, besprechen eine zentrale Frage oder ein Thema mit unterschiedlichen Fragen und wechseln nach festgelegten Runden die Tische, um Ideen und Perspektiven mit denen anderer Tische zu vernetzen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Die Frage kann an jedem Tisch dieselbe sein oder die Lehrkraft bereitet ein Thema in mehreren Aspekten (= Themen an Tischen) vor. Zum Beispiel: »Wie wollen wir miteinander umgehen?« »Wie sieht unsere Wunschschule aus?«
Vorteile
Fördert Partizipation aller, vernetzt Ideen über Gruppen hinweg, erleichtert es, Sichtweisen und Wissen zu teilen.
Zielsetzung
- Vielfältige Perspektiven zu einem Thema sichtbar machen.
- Kollaboratives Denken und Ideenvernetzung stärken.
- Kompetenzen in Moderation, respektvoller Kommunikation und Zusammenfassung fördern.
- Ergebnisse aus mehreren Tischrunden zu einem Gesamtbild zusammenführen.
Für wen
Dauer
Material / Vorbereitung
- Den Raum wie ein Café einrichten (Musik, Snacks/Getränke), um lockeren Austausch zu fördern
- Mehrere Tische mit beschreibbaren Papiertischdecken für 4 bis 6 Personen
- Stifte in verschiedenen Farben
- Tischaufsteller mit Fragestellung(en)
Arbeitsform
Kleingruppen in wechselnden Tischrunden
Was ist noch wichtig?
- Zu kreativem Festhalten der Gedanken ermuntern
- Ideen feiern, nicht bewerten
Vorgehen
- Vorbereitung und Einstimmung (5 Min.): Lehrkraft erklärt das World Café-Format, Zielsetzung und Regeln (Respekt, Zeitmanagement, Aufschreiben/Malen der Ideen, Tischwechselmodalitäten (jeder Tisch erhält eine gastgebende Person, die nicht wechselt)).
- Erste Runde (15 bis 30 Min.): An jedem Tisch steht eine klare Frage als Tischaufsteller. Jede Kleingruppe diskutiert an einem Tisch und notiert oder zeichnet Ideen auf die Tischdecke. Nach einer festgelegten Zeit ist Tischwechsel, das heißt, Teilnehmende (bis auf die gastgebende Person) wechseln an den nächsten Tisch. An jedem neuen Tisch steht eine gastgebende Person, die die Kernaussagen des vorherigen Tisches zusammenfasst.
- Je nach Zeit 2 bis 3 weitere Runden, ggf. mit wechselnden Fragen oder neuen Perspektiven. Der Fokus liegt jetzt auf Vertiefung, Verknüpfung von Ideen, Erarbeitung von Lösungsansätzen.
- Schlussrunde – Zusammenführung und Transfer (30 Min): Jede gastgebende Person fasst die wichtigsten Ergebnisse ihres Tisches zusammen, Teilnehmende aus allen Runden ergänzen. Gemeinsame Reflexion: Welche Ideen ergeben zusammen ein umfassendes Bild? Welche nächsten Schritte ergeben sich?
- Dokumentation und Nachbereitung: Ergebnisse aus allen Tischen werden festgehalten (Protokoll, Poster), Feedback zur Methode (Was hat gut funktioniert? Welche Anpassungen sind nötig?).
Hinweise/Tipps für Lehrkräfte
- Klare Rollen pro Tisch definieren.
- Zeitfenster strikt einhalten, Puffer für Reflexion nutzen.
- Offene, konstruktive Kritik fördern, keine Bewertung einzelner Beiträge.
- Sensible Themen frühzeitig klären und Datenschutz beachten.
- Ergebnisse sichtbar machen (Plakat, Padlet, Google Doc) und Transfermöglichkeiten planen.
Verwendet in
Die Methode wurde erprobt und modifiziert in den Schülerakademien von Bildung & Begabung und ist Bestandteil des »Methodenkoffers zur Stärkung der Selbstkompetenz«.
Geht zurück auf
Weitere Methoden des Themas »Beteiligung verbindet: Partizipation fördern und nutzen«
Hybrider Lernraum
Der »Methodenkoffer zur Stärkung der Selbstkompetenz« ist Teil des Hybriden Lernraums. Hier finden Sie für Ihre Arbeit in Schule oder an außerschulischen Lernorten Informationen und Praxistipps aus Wissenschaft und Praxis – als Texte, Podcasts, Videos, Methoden oder Workshops.
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