Methodenbeschreibung
Darum geht es
Lernende diskutieren eine Fragestellung unter Mitwirkung von internen (Schulangehörige) und/oder externen Akteurinnen und Akteuren (z. B. lokale Expertinnen und Experten, Vereine, Betriebe). Die Diskussion erfolgt in einem moderierten Setting, in dem z. B. interne Teilnehmende externe Teilnehmende interviewen, externe Perspektiven eingeführt und intern diskutiert/erläutert werden oder interne Teilnehmende unterschiedliche schulrelevante Perspektiven einbringen (Peer-to-Peer).
Vorteile
- Strukturierte Moderation erleichtert den Umgang mit komplexen oder kontroversen Fragestellungen
- Vielfältige Perspektiven fördern Verständnis für und Relevanz der Themen
- Förderung von Dialog- und Netzwerkkompetenz sowie kritischem Denken und Demokratieverständnis
Zielsetzung
- Lerninhalte durch realitätsnahe Debatten verknüpfen und reflektieren
- Moderierte Diskussionen mit unterschiedlichen Blickwinkeln ermöglichen
- Argumentations-, Zuhör- und Transferkompetenzen stärken
- Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationskompetenz fördern
Für wen
Dauer
Material / Vorbereitung
- Bühne/Podium: Platzierung von Innen- und Außenkreis oder einem Sitzkonzept mit redenden Gästen
- Mikrofone oder klare Lautstärkestruktur
- Namensschilder für interne/externe Teilnehmende
- Moderationszeitplan/Sprechzeiten
- Vorbereitungsmaterial über externe Akteurinnen/Akteure (Fragen, Hintergrundinfos)
- Regelwerk zu Redebeiträgen, Respekt und Umgang mit Gegenargumenten
Arbeitsform
Expertendiskussion mit wechselnder Rollenbeteiligung (interne Moderation vs. externe Impulse)
Was ist noch wichtig?
Klare Moderationsstruktur, Vorbereitung auf externe Gäste (Rahmen, Erwartungen, Datenschutz)
Vorgehen
Das Thema (mit Externen etwa: Interview mit Parteivertretenden vor einer Wahl oder Einblicke in die Arbeitswelt durch Fachkräfte, interner Schulentwicklungsprozess wie z. B. Schulhofgestaltung) muss zuvor von der Lehrkraft vorbereitet und die Vorbereitung und Beteiligung der Lernenden geklärt sein. Hierzu eignen sich andere Methoden des Methodenkoffers. Vor allem eine Podiumsdiskussion mit externen Gästen bedarf der genauen Rollenverteilung vorab (welche Schülerinnen und Schüler stellen Fragen, die die gesamte Gruppe zuvor erarbeitet hat etc.).
Prototypischer Ablauf einer Experten-Diskussion
- Vorbereitung (ca. 10 bis 15 Min): Gruppe wird in das Format eingeführt, externe Gäste werden kurz vorgestellt (Funktion, Themenbezug), Moderations- und Redezeitregeln festgelegt.
- Einstieg/Begrüßung (5 bis 7 Min): Lehrkraft oder Schülerin/Schüler eröffnet das Format, stellt Thema und Teilnehmende vor, gibt Einstiegsfrage oder Situationsbeschreibung, die alle anspricht.
- Hauptphase – moderierte Diskussion (30 bis 60 Min): Gäste des Podiums diskutieren zu ihnen gestellten Fragen in festgelegter Reihenfolge. Moderation sorgt für Ausgewogenheit, Wechselseitigkeit und Einbindung der Schülerinnen- Schülerbeiträge.
- Reflexion (8 bis 12 Min): Welche Perspektiven wurden sichtbar? Welche Argumente waren überzeugend? Welche Fragen bleiben offen?
- Nachbereitung: Ergebnisse zusammenfassen (Kernideen, Zitate), Feedback zur Moderation, zum Ablauf und zu den Inhalten sammeln, Dokumentation der Debatte (Kurzbericht, Poster, Lernjournal).
Hinweise/Tipps für Lehrkräfte
- Format gut thematisch und strukturell vorbereiten. Klare Rollen und Redezeiten festlegen, damit alle beteiligt werden.
- Vorab mit externen Akteurinnen/Akteuren Absprachen treffen (Bezug zum Lehrplan, Erwartungen, Datenschutz).
- Moderationsregeln zu Respekt, Umgang mit Gegenargumenten und Schweigepflicht beachten.
Verwendet in
Die Methode wurde erprobt und modifiziert in den Schülerakademien von Bildung & Begabung und ist Bestandteil des »Methodenkoffers zur Stärkung der Selbstkompetenz«.
Geht zurück auf
Weitere Methoden des Themas »Beteiligung verbindet: Partizipation fördern und nutzen«
Hybrider Lernraum
Der »Methodenkoffer zur Stärkung der Selbstkompetenz« ist Teil des Hybriden Lernraums. Hier finden Sie für Ihre Arbeit in Schule oder an außerschulischen Lernorten Informationen und Praxistipps aus Wissenschaft und Praxis – als Texte, Podcasts, Videos, Methoden oder Workshops.
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