Methodenbeschreibung
Darum geht es
Die Gruppe arbeitet kreativ in einem strukturierten Prozess an Fragestellungen oder Problemen, entdeckt Bedürfnisse, entwickelt Ideen und Modelle und testet Lösungen. Themen könnten sein: Schulraumgestaltung, finanzielle Bildung, Handy-Nutzungsregeln etc.
Vorteile
Die verschiedenen Phasen erfordern unterschiedliche Herangehensweisen und Fähigkeiten. So können Lernende ihre Stärken gezielt in den Prozess einbringen und Lehrkräfte sie anders erleben. Durch das eigene Gestalten im Prototyping steigt die Lernmotivation.
Zielsetzung
- Raum für einen freien Gedanken- und Ideenaustausch schaffen
- Bedürfnisse und Kontexte der Lernenden erfassen
- Lernen aus Feedback
- Kollaboration, Kommunikations- und Problemlösekompetenzen stärken
Für wen
Dauer
Material / Vorbereitung
- Plakate
- Post-its
- Marker
- Moderationskarten
- Bastelmaterial (Stoffreste, Steine etc.)
Arbeitsform
Gruppen- oder Kleingruppenformat (1 bis 4 Gruppen je nach Klassenstärke). Phasen: Verstehen durch Sprechen – Definieren durch Kurz-Analyse – Ideen entwickeln – Prototypen erstellen – Vorstellen/Feedback/Umsetzen.
Was ist noch wichtig?
- Aufgabenklärung und transparente Erwartungen
- Bereitschaft, Ideen zu teilen und Feedback anzunehmen
Vorgehen
- Verstehen (10 Min.): Lernende bilden kleine Gruppen und besprechen die Fragestellung und unterschiedliche Bedürfnisse des gesetzten Themas: Was stört uns, was wünschen wir uns?
- Definieren (Problemformulierung) (10 Min.): Eine klare Problemaussage treffen: Was sind die wichtigsten Punkte/Herausforderungen, die wir angehen wollen? Was wollen wir erreichen? Was zählt als Erfolg?
- Ideen entwickeln (15 bis 20 Min.): Möglichst viele kreative Ideen sammeln: Wie könnten wir … so gestalten, dass …? Brainstorming ohne Kritik, alles, was Respekt und Augenhöhe wahrt, ist erlaubt.
- Erste Auswahl (5 bis 10 Min.): Wichtigkeit, Machbarkeit, Beteiligte oder Rahmenbedingungen berücksichtigen.
- Prototyping (15 bis 25 Min.): Schnelle, greifbare Prototypen entwerfen (Skizzen, Storyboards, Rollen-/Szenarien, einfache Modelle).
- Testen/Feedback (15 bis 20 Min.): Feedback in der Großgruppe sammeln: Was funktioniert, was nicht, welche Anpassungen nehmen wir vor?
- Reflexion und Transfer (10 Min.): Gruppe plant nächste Schritte.
Hinweise/Tipps für Lehrkräfte
- Begleitung durch die einzelnen Schritte: Fragen stellen.
- Strukturierte Zeitfenster vorgeben, aber flexibel bleiben, Dokumentation der Ergebnisse (z. B. Mindmaps, Fotos der Prototypen) sicherstellen.
Varianten
Weitere Schritte (optional)
- Basierend auf Feedback Anpassungen planen und umsetzen.
- Neue Iterationen, falls nötig (erneut prototypisieren).
Ergebnisse
- Verfeinerter Prototyp, klare Learnings und nächste Schritte.
- Ziel: Idee in die Praxis bringen oder eine folgerichtige Umsetzung planen.
Aktivitäten
- Roadmap erstellen (Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Meilensteine)
- Präsentation vor einer größeren Gruppe (Schülerinnen/Schülern, Lehrkräften, Eltern).
Verwendet in
Die Methode wurde erprobt und modifiziert in den Schülerakademien von Bildung & Begabung und ist Bestandteil des »Methodenkoffers zur Stärkung der Selbstkompetenz«.
Geht zurück auf
Weitere Methoden des Themas »Beteiligung verbindet: Partizipation fördern und nutzen«
Hybrider Lernraum
Der »Methodenkoffer zur Stärkung der Selbstkompetenz« ist Teil des Hybriden Lernraums. Hier finden Sie für Ihre Arbeit in Schule oder an außerschulischen Lernorten Informationen und Praxistipps aus Wissenschaft und Praxis – als Texte, Podcasts, Videos, Methoden oder Workshops.
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