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Methode

Design Thinking

Herausforderungen kreativ angehen
Teil des Themas »Beteiligung verbindet: Partizipation fördern und nutzen«

Mehrere Personen sind grafisch festgehalten, wie sie voranschreiten. Eine steht im Zentrum.

Methodenbeschreibung

Darum geht es

Die Gruppe arbeitet kreativ in einem strukturierten Prozess an Fragestellungen oder Problemen, entdeckt Bedürfnisse, entwickelt Ideen und Modelle und testet Lösungen. Themen könnten sein: Schulraumgestaltung, finanzielle Bildung, Handy-Nutzungsregeln etc. 

Vorteile 

Die verschiedenen Phasen erfordern unterschiedliche Herangehensweisen und Fähigkeiten. So können Lernende ihre Stärken gezielt in den Prozess einbringen und Lehrkräfte sie anders erleben. Durch das eigene Gestalten im Prototyping steigt die Lernmotivation. 

Zielsetzung

  • Raum für einen freien Gedanken- und Ideenaustausch schaffen
  • Bedürfnisse und Kontexte der Lernenden erfassen
  • Lernen aus Feedback
  • Kollaboration, Kommunikations- und Problemlösekompetenzen stärken

Für wen

Sek. I und II aller Schulformen (angepasst an Fach/Thematik)

Dauer

60 bis 90 Minuten pro Sequenz (anpassbar)

Material / Vorbereitung

  • Plakate
  • Post-its
  • Marker
  • Moderationskarten
  • Bastelmaterial (Stoffreste, Steine etc.)

Arbeitsform

Gruppen- oder Kleingruppenformat (1 bis 4 Gruppen je nach Klassenstärke). Phasen: Verstehen durch Sprechen – Definieren durch Kurz-Analyse – Ideen entwickeln – Prototypen erstellen – Vorstellen/Feedback/Umsetzen.

Was ist noch wichtig? 

  • Aufgabenklärung und transparente Erwartungen
  • Bereitschaft, Ideen zu teilen und Feedback anzunehmen

Vorgehen

  1. Verstehen (10 Min.): Lernende bilden kleine Gruppen und besprechen die Fragestellung und unterschiedliche Bedürfnisse des gesetzten Themas: Was stört uns, was wünschen wir uns?
  2. Definieren (Problemformulierung) (10 Min.): Eine klare Problemaussage treffen: Was sind die wichtigsten Punkte/Herausforderungen, die wir angehen wollen? Was wollen wir erreichen? Was zählt als Erfolg?
  3. Ideen entwickeln (15 bis 20 Min.): Möglichst viele kreative Ideen sammeln: Wie könnten wir … so gestalten, dass …? Brainstorming ohne Kritik, alles, was Respekt und Augenhöhe wahrt, ist erlaubt.
  4. Erste Auswahl (5 bis 10 Min.): Wichtigkeit, Machbarkeit, Beteiligte oder Rahmenbedingungen berücksichtigen.
  5. Prototyping (15 bis 25 Min.): Schnelle, greifbare Prototypen entwerfen (Skizzen, Storyboards, Rollen-/Szenarien, einfache Modelle).
  6. Testen/Feedback (15 bis 20 Min.): Feedback in der Großgruppe sammeln: Was funktioniert, was nicht, welche Anpassungen nehmen wir vor?
  7. Reflexion und Transfer (10 Min.): Gruppe plant nächste Schritte.

Hinweise/Tipps für Lehrkräfte

  • Begleitung durch die einzelnen Schritte: Fragen stellen.
  • Strukturierte Zeitfenster vorgeben, aber flexibel bleiben, Dokumentation der Ergebnisse (z. B. Mindmaps, Fotos der Prototypen) sicherstellen. 

Varianten

Weitere Schritte (optional)

  • Basierend auf Feedback Anpassungen planen und umsetzen.
  • Neue Iterationen, falls nötig (erneut prototypisieren).

Ergebnisse

  • Verfeinerter Prototyp, klare Learnings und nächste Schritte.
  • Ziel: Idee in die Praxis bringen oder eine folgerichtige Umsetzung planen.

Aktivitäten

  • Roadmap erstellen (Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Meilensteine)
  • Präsentation vor einer größeren Gruppe (Schülerinnen/Schülern, Lehrkräften, Eltern).

Verwendet in

Die Methode wurde erprobt und modifiziert in den Schülerakademien von Bildung & Begabung und ist Bestandteil des »Methodenkoffers zur Stärkung der Selbstkompetenz«.

Geht zurück auf

Weitere Methoden des Themas »Beteiligung verbindet: Partizipation fördern und nutzen«

World Café

Gedanken an unterschiedlichen Stationen notieren und weiterentwickeln

60 bis 90 Minuten (je nach Umfang der Fragestellung)

Info & Materialien

Service Learning

Lernprojekte verknüpfen schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Nutzen

4 bis 12 Wochen (Projektlaufzeit je nach Umfang); wöchentliches Einsatzfenster empfohlen

Info & Materialien

Hybrider Lernraum

Der »Methodenkoffer zur Stärkung der Selbstkompetenz« ist Teil des Hybriden Lernraums. Hier finden Sie für Ihre Arbeit in Schule oder an außerschulischen Lernorten Informationen und Praxistipps aus Wissenschaft und Praxis – als Texte, Podcasts, Videos, Methoden oder Workshops.

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