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Schule wird ausprobieren und es wagen müssen, mit ein bisschen Mut, vielleicht auch die ein oder andere Sache kurz mal vor die Wand zu fahren, aber dann wieder zu verbessern.

Ferdinand Stebner
Portraitfoto von Prof. Dr. Ferdinand Stebner

Prof. Dr. Ferdinand Stebner

Portraitfoto von Prof. Dr. Ferdinand Stebner
© Fotografie: Elena Schulz/Universität Osnabrück

Prof. Dr. Ferdinand Stebner

An der Universität Osnabrück leitet Ferdinand Stebner die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Diagnostik und Beratung. Hier betreibt er empirisch-quantitative Lehr-Lernforschung, sowohl im Sinne psychologischer Grundlagenforschung als auch in Form von Interventions- und Implementationsstudien. Inhaltlich beschäftigt er sich vornehmlich mit dem selbstregulierten Lernen, dem multimedialen/digitalen Lernen und neueren Phänomenen wie Smartphoneabhängigkeit.

Zukunftsschule werden

Was Schulen jetzt brauchen

Gibt es einen Fahrplan oder ein Rezept dafür, wie Schulen den Schritt zur »Zukunftsschule« schaffen? Im Podcast haben wir mit Prof. Ferdinand Stebner darüber gesprochen, wie Schulen Lehren und Lernen neu gestalten können – und welche Rolle Selbstregulation dabei spielt. »Für das Lernen der Zukunft«, sagt Stebner, »gibt es nicht den einen richtigen Hebel.« Jede Schule müsse ausprobieren, welcher Weg zu ihr passe. Entscheidend sei vor allem eines: offen bleiben für Veränderung.

Durch das Gespräch führt Armin Himmelrath

Armin Himmelrath hat Sozialwissenschaften und Germanistik in Wuppertal und Beer Sheva (Israel) studiert. Er arbeitete als freier Bildungs- und Wissenschaftsjournalist unter anderem für den WDR, den Deutschlandfunk, die »Süddeutsche Zeitung« und Spiegel Online sowie als Moderator und Buchautor. Seit 2018 ist er Bildungsredakteur beim »Spiegel«, außerdem weiterhin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Moderator und Reporter aktiv.

Schule verändern: Diagnostik, Selbstregulation, Innovation

Diagnostik

Angesichts zunehmender Heterogenität und Superdiversität (Vielfalt, bei der Lernende sich nicht nur in Herkunft, sondern auch z. B. in Sprache, Bildungsbiografie, sozialer Lage, Aufenthaltsstatus und Lernvoraussetzungen stark unterscheiden) gewinnt pädagogische Diagnostik deutlich an Bedeutung: Sie hilft zu klären, wo Lernende aktuell stehen, was sie motiviert und welche Lernbedingungen sie brauchen, wann Pausen sinnvoll sind und wann Unterstützung, Struktur oder zusätzliche Orientierung erforderlich ist.

Selbstregulation

Selbstregulation ist eine zentrale Schlüsselkompetenz – und nicht gleichbedeutend mit »freiem Lernen«. Gemeint ist die Fähigkeit, das eigene Verhalten und Lernen bewusst zu steuern: Ziele setzen, Arbeitsschritte planen, dranzubleiben, passende Lernstrategien zu wählen und bei Bedarf umzusteuern. Dazu gehört auch, mit Frustration, Stress und Ablenkungen so umzugehen, dass Lernen weiterhin möglich bleibt. Selbstregulation wirkt zudem über den Unterricht hinaus: Sie unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden, weil sie hilft, Belastungen früh zu erkennen, Pausen sinnvoll zu nutzen und mit Druck konstruktiv umzugehen. 

Innovation

Innovation entsteht selten durch fertige Antworten oder Konzepte, sondern durch Ausprobieren, Fehler machen, Auswerten und Nachjustieren. Was als innovative Lösung funktioniert, kann je nach Kontext sehr unterschiedlich aussehen (Stadt, Schule, Klasse). Wissenschaft liefert dabei vor allem Orientierung und hilfreiche Erkenntnisse – keine eins-zu-eins übertragbaren Fertiglösungen.

Praxistipp

Sinnhaftigkeit, Umsetzbarkeit, Rentabilität

Veränderung gelingt, wenn sie Sinn macht, umsetzbar ist und sich lohnt.
 
Lehrkräfte und Schulen stehen unter hoher Belastung. Deshalb werden Veränderungen vor allem dann angenommen und umgesetzt, wenn sie als sinnvoll, machbar und lohnend erlebt werden. Das gelingt leichter, wenn zunächst Klarheit über das konkrete Problem und die angestrebte Verbesserung besteht (Problemklarheit).

Darauf aufbauend brauchen Schulen praktikable Alternativen, die in realen Rahmenbedingungen funktionieren und mit überschaubaren neuen Routinen auskommen.

Schließlich muss die Kosten-Nutzen-Relation stimmen: Der zusätzliche Aufwand an Zeit, Organisation und Energie sollte in einem nachvollziehbaren Verhältnis zum erwarteten Nutzen stehen – etwa zu mehr Lernzeit, besserem Unterricht oder spürbarer Entlastung.

Treffen diese drei Bedingungen zusammen, steigt die Bereitschaft, Veränderungen mitzutragen und dauerhaft zu verankern.

Zum Weiterlesen

Campus Schulmanagement: Selbstreguliertes Lernen in drei Phasen: So setzen Lehrkräfte es in der Sekundarstufe um. Zur Webseite

Deutsches Schulportal: Fünf einfache Übungen, die Selbstregulation fördern. Zur Webseite

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Förderung der Selbstregulationskompetenzen von Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Halle (Saale), 2024. Zur Webseite

Kaltwasser, Vera: Praxisbuch Achtsamkeit in der Schule. Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit als Basis von Bildung. Beltz, 2016.

Ferdinand Stebner: Zur Webseite

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Grafik zur Veranschaulichung des Bereiches Literatur unseres Hybriden Lernraums. Ein Pfeil zeigt auf drei Buecher, die neben einem Werkzeugkasten stehen.

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»Potenzialverstärker« – die Podcast-Reihe

Mit unserer Podcast-Reihe »Potenzialverstärker« sind wir zu Gast in Schulen und außerschulischen Lernorten – immer mit den Fragen: Wie machen es die anderen? Wie gelingt es ihnen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, das Beste aus ihren Fähigkeiten zu machen? Was sagt die Wissenschaft und welche Wege geht die Praxis? 

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