Intelligenzquotient (IQ)

#Glossar

Der Intelligenzquotient (IQ) ist das gebräuchlichste Maß der Intelligenzmessung. Er gibt an, wie die intellektuelle Leistung einer Person im Vergleich zu einer vorab bestimmten Vergleichsgruppe liegt. Der durchschnittliche IQ wird auf 100 festgesetzt. Bei einem IQ über 130 spricht man von Hochbegabung.

Eine (ausschließlich) intelligenzbasierte Definition von Hochbegabung berücksichtigt jedoch viele Bereiche der Begabung nicht. Die Auffassung, ein hoher IQ-Wert (ab 130) sei mit Hochbegabung gleichzusetzen, ist deshalb heute so nicht mehr gültig.
Müssten der beste Mechatroniker oder der beste Koch der Welt nicht ein hohes Maß an Begabung aufweisen? Was ist mit Goldmedaillengewinnern bei den Paralympics?, fragt Albert Ziegler, Professor für Pädagogische Psychologie.
Da solche herausragenden Leistungen nicht mit dem Intelligenzquotienten erklärt werden können, fanden sie bisher in der Hochbegabtenforschung wenig Beachtung. Sicher ist, dass eine hohe Intelligenz die Grundlage für eine (mögliche) Hochbegabung (besser: Hochintelligenz) ist. Begabung kann sich in vielen Bereichen zeigen und wird heute nicht mehr (ausschließlich) über einen hohen IQ-Wert definiert.

Siehe auch ThemenSPECIAL Intelligenz.