Methode
Projekt: Schul-Repair-Café
Fix & fertig? Nicht mit uns!
Teil des Themas »Projekte für die Schule«
Methodenbeschreibung
Darum geht es
Schülerinnen und Schüler richten ein regelmäßiges Repair-Café an der Schule ein, reparieren Defektes (Kleinmöbel, Elektronik, Kleidung, Fahrräder etc.) gemeinsam mit Expertinnen und Experten, um Ressourcenschonung, praktisches Handwerk und Verantwortung zu trainieren.
Ziele
- Stärkung technischer Grundkenntnisse (Mechanik, Elektronik, Handwerk) und Alltagskompetenz sowie Förderung praktischer Reparaturfähigkeiten.
- Beitrag zur nachhaltigen Schulumgebung: Ressourcen schonen, Abfall reduzieren, Recyclingkultur.
- Aufbau von Kooperationen mit externen Partnern (z. B. lokale Reparaturwerkstätten, Lehrkräfte für Technik/Chemie, Schulelternschaft).
Alltagsbezug
- Viele Gegenstände landen zu früh im Müll statt repariert zu werden; geringe Bekanntheit von Reparaturfähigkeiten.
- Bedürfnisse der Lernenden: Interesse an praktischen Tätigkeiten, Sinnstiftung durch Gemeinschaftsprojekt, lokaler Fokus auf Nachhaltigkeit.
- Bildungsbezug: Verknüpfung von Fächern wie Technik/Mathematik, Ethik, Sozialkunde, Wirtschaft/ Informatik mit realen Handlungsfeldern.
- Schülerinnen und Schüler benötigen praxisnahe Lernformen, um Verantwortung, Teamarbeit und Problemlösung zu trainieren.
Dauer
Vorgehen
1. Bedarfsanalyse und Einbindung Beteiligter
- Umfragen bei Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften, Eltern, Hausmeistern.
- Bestandsaufnahme vorhandener Defekte, um die Angebotsbereiche zu definieren.
2. Planung und Organisationsstruktur
- Bildung eines Planungsteams (Lehrkräfte, Schülervertretung, ggf. externe Partner).
- Definieren von Öffnungszeiten, Sicherheitskonzept, Haftung.
- Rollenverteilung: Koordination, Technik, Dokumentation, Kommunikation, Einkauf.
- Sicherheitsregeln, Umgang mit Werkzeugen, Elektronik, Brandschutz.
3. Partnerschaften und Ressourcen sichern
- Lokale Reparaturbetriebe, Makerspaces, Fachlehrkräfte für Technik/Physik/Informatik, Hausmeister.
- Materialien: Werkzeugkoffer, Ersatzteile, Reparaturleitfäden, Werkbank, Schutzbrillen, Aufbewahrung für reparierte Gegenstände, Sicherheitsausrüstung.
- Erstellung von Arbeitsanweisungen, Checklisten, Sicherheitskonzept.
4. Standort und Ablauf festlegen
- Fester Terminkreis (z. B. einmal pro Monat oder alle 2 Wochen) und geeigneter Lernraum/Werkstattbereich.
- Rollen klären, Sicherheitsregeln erstellen, Standort sichern, erste Partner anfragen.
- Schwerpunkt des Repair-Cafes festlegen (schulinterne Reparaturen oder auch private?): Möbel erneuern/lackieren? Kleidung aufwerten etc.
- Ablauf: Anmelden/Einverständnis, Annahme der Gegenstände, Fehlerdiagnose, Reparaturversuch, Dokumentation, Abholung.
- Feedback-Schleifen: Was funktioniert, was nicht, welche Anpassungen sind nötig?
5. Lernbausteine
- Technische Grundlagen (Elektrik, Mechanik, Textilreparatur), Sicherheit, Problemlösung, Kommunikation mit Nutzerinnen/Nutzern.
- Dokumentation: Vorher-Nachher-Fotografie, kurze Reparaturberichte (wie viele Gegenstände wurden repariert, Zeit pro Reparatur).
6. Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeit
- Vorstellung des Repair-Cafés in Klassenräumen, im Schulforum.
- Öffnung für Schulfeste, Klassenprojekte, ggf. Kooperation mit lokaler Community.
- Wiederverwendung statt Wegwerfen, korrekte Entsorgung von defekten Gegenständen, Recycling von Materialien.
Ressourcen / Beteiligte
Materialien: Grundwerkzeug-Set, Ersatzteile, Nähmaschine, Textilflicken, Klebstoffe, Klebeband, etc. Notizmaterial, Kamera/Smartphone für Dokumentation.
Räume: Schulwerkstatt/Aula oder geeignetes Klassenzimmer mit Arbeitsplätzen.
Partner: Lokale Reparaturbetriebe, Makerspace, Technik-/Informatik-Lehrkräfte, Elternunterstützung, ggf. externe Mentorinnen und Mentoren, Schulverwaltungsmitarbeitende für Genehmigungen.
Geht zurück auf
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