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Beratung und Unterstützung

Welche Ansprechpartner helfen weiter?

Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler finden in Sachsen-Anhalt professionelle und umfassende Beratung und Unterstützung bei ihren Fragen zur Begabtenförderung und Begabungsdiagnostik.

Die Erkennung und Förderung von begabten Kindern und Jugendlichen, die Weiterentwicklung und Umsetzung von Förderangeboten und landesweiter qualifizierter Beratung und Diagnostik stehen im Mittelpunkt der vielfältigen Bemühungen des Ministeriums für Bildung und sind im Runderlass zur Begabtenförderung (siehe Downloads) des Landes Sachsen-Anhalt geregelt.

Kompetente Ansprechpartner für Eltern, Lehrkräfte und Schüler sind die schulpsychologischen Beratungsstellen in Halle, Magdeburg und Dessau, die Koordinierungs- und Beratungsstelle für Begabtenförderung (KB.BᵉST) am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN-ST an der Universität Halle-Wittenberg.

Schulpsychologie am Landesschulamt (LSchA)

Die Schulpsychologie nutzt psychologisches Wissen, um Schulen in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag zu beraten sowie Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernentwicklung, ihrer Schullaufbahn und beim Erreichen adäquater Schulabschlüsse zu unterstützen.

Schulpsychologie ist, gemäß des Grundgesetzes Art. 7.1, Teil des öffentlich verantworteten Bildungswesens. Als psychologischer Fachdienst der Schule unterstützt und berät sie alle Beteiligten am Schulleben: Schülerinnen und Schüler und ihre Bezugspersonen, Lehrende, Schulleitung, Schulaufsicht, Schulverwaltung und gesetzgebende Gremien.

In Sachsen-Anhalt folgt die Schulpsychologische Beratung einem ganzheitlichen, systemischen Ansatz. Die Arbeit jedes Schulpsychologen, jeder Schulpsychologin beinhaltet die Arbeit im Einzelfall, die systemische Beratung von Schule und Lehrpersonal sowie die Fortbildung.

Die Förderung individueller Begabungen, die Entwicklung von Fördermaßnahmen oder die Diagnostik von Teilleistungsstörungen sind dabei ebenso wie die Mitarbeit im schulischen Krisenteam und die Einzelfallberatung von Schülerinnen und Schülern und ihrem Umfeld (zum Beispiel Eltern) Gegenstand der täglichen Arbeit. Die Diagnostik förderpädagogischen Unterstützungsbedarfs obliegt schwerpunktmäßig dem Mobilen Sonderpädagogischen Diagnostischen Dienst (MSDD) und wird in Einzelfällen durch die Schulpsychologische Beratung unterstützt.

Die Schulpsychologische Beratung ist kostenfrei. Die Beratungsstellen des Landes Sachsen-Anhalt sind in Halle, Magdeburg, Dessau und Gardelegen beim Schulamt angesiedelt.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der schulpsychologischen Beratung Sachsen-Anhalt erreichen Sie über diese

Kontaktdaten

Nähere Informationen zum Mobilen Sonderpädagogischen Diagnostischen Dienst Sachsen-Anhalt sowie zu Standorten und Ansprechpartnern finden Sie im Landesportal Sachsen-Anhalt auf dieser

Webseite

Unter Downloads stehen Ihnen diese Materialien zur Verfügung:

  • Die Broschüre »Schulpsychologie in Deutschland« des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Sie gibt einen Einblick in berufsethische Grundsätze der Schulpsychologie, ihre Grundlagen und Arbeitsprinzipien, Aufgabenfelder und Qualitätsstandards.
  • »Häufig gestellte Fragen zur Schulpsychologie« - eine Zusammenstellung des Verbandes der Schulpsychologen Sachsen-Anhalt e.V.

Weiterführende Informationen zu den Aufgabenbereichen schulpsychologischer Beratung hält auch diese Webseite des Landesschulamtes Sachsen-Anhalt bereit.

Koordinierungs- und Beratungsstelle (KB.BᵉST) am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA)

Erkennen, Begleiten und Fördern sind die zentralen Säulen, auf denen die Tätigkeit der Koordinierungs- und Beratungsstelle für Begabtenförderung (KB.BᵉST) am LISA beruht.

Zu ihren Aufgaben gehören

  • die konzeptionelle Arbeit zur Entwicklung und Optimierung vorhandener landesweiter Möglichkeiten und Angebote zur Begabtenförderung,
  • die professionelle individuelle Beratung von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern, um Begabungen zu erkennen, Potenziale zu entwickeln und Problemen präventiv entgegenwirken zu können,
  • die Koordinierung und Bündelung der regionalen und überregionalen schulischen wie außerschulischen Angebote der Hochbegabten- und Begabtenförderung in Sachsen-Anhalt,
  • die Konzeption, Organisation und Durchführung von Fortbildungen und Fachtagungen zu Aspekten der Hochbegabung,
  • der Aufbau und die Begleitung der Netzwerkschulen für Begabtenförderung (Grundschulen, weiterführende Schulen) im Bundesland sowie
  • die Unterstützung der Arbeit der Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter an Netzwerkschulen.

Ihre Ansprechpartnerinnen bei der Koordinierungs- und Beratungsstelle am LISA für übergreifende Fragen zu Netzwerkschulen, regionalen und überregionalen Förderangeboten sowie für individuelle Beratungsanliegen finden Sie auf der Übersichtsseite des SPECIALs unter Fragen an die Expertinnen und Experten im Bundesland.

Im Download-Bereich finden Sie weitere Informationen für Eltern und Lehrkräfte zu den Aufgabenbereichen der KB.BᵉST.

Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN-ST

Die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN-ST (BeRAtung und INformation) besteht seit September 2012. Sie wurde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingerichtet und stellt eine zentrale, unabhängige Anlaufstelle für die Diagnostik intellektueller Hochbegabung dar. Sie bietet Eltern, Lehrkräften und anderen Interessierten Informationen zum Thema Diagnostik und Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler.

Das Team von BRAIN-ST gibt unter anderem Auskunft zu folgenden Fragen:

  • Ist mein Kind hochbegabt?
  • Soll mein Kind vorzeitig eingeschult werden?
  • Ist mein Kind in der Schule eventuell unterfordert?
  • Hängen auftretende Probleme (zum Beispiel Schulschwierigkeiten, soziale Auffälligkeiten) mit einer besonderen Begabung zusammen?
  • Brauchen hochbegabte Kinder besondere Erziehungsmaßnahmen?
  • Wann ist das Überspringen einer Klasse ratsam?
  • Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Hochbegabung?

Konzeptionell orientiert sich BRAIN-ST an dem Vorbild aus Hessen, der dortigen Begabungsdiagnostischen Beratungsstelle BRAIN am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg, die unter der Leitung von Prof. Dr. Detlef Rost seit 1999 geführt wird. Gemäß Kooperationsvertrag mit Hessen trägt in Sachsen-Anhalt die Beratungsstelle den Zusatz ST im Namen, als Kürzel für das Bundesland Sachsen-Anhalt und als Unterscheidungsmerkmal zu der hessischen Beratungsstelle.

Die Beratungsstelle BRAIN-ST hat eine Mehrfachfunktion. Sie ist ein offenes Angebot an Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die Beratung und eine psychologische Fachdiagnostik im Bereich der Hochbegabung suchen. Im Rahmen ihrer Kapazität wirkt sie darüber hinaus bei der Fortbildung mit. BRAIN-ST berät und begleitet die staatlichen Fachinstitutionen, wie das Ministerium für Bildung und das Landesschulamt, bei der Entscheidungsfindung für eine Schullaufbahn im Einzelfall und bei der Unterbreitung von pädagogischen Förderangeboten.

Die Begabungsdiagnostische Beratungsstelle BRAIN-ST unterliegt der Verantwortung des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Die Einrichtung und Führung der Beratungsstelle wurde im RdErl. des MK Begabtenförderung vom 21.3.2011 festgelegt, neu gefasst am 11.10.2017 (SVBL. LSA S. 187). Mit BRAIN-ST wurde eine Lücke zwischen Beratung, Fortbildung, Diagnostik und Förderung geschlossen.

Weiterführende Informationen finden Sie im Flyer von BRAIN-ST im Download-Bereich.

Häufig gestellte Fragen zur Arbeit von BRAIN-ST und dazugehörige Antworten finden Sie dieser Webseite der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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