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ZusammenSpiel: Praxis und Wissenschaft – gemeinsam wirksam

Rückblick auf die Vernetzungstagung der Förderlinie „Integration durch Bildung“ im Juni 2026 in Berlin

Blick ins Plenum
© Bildung und Begabung gGmbH

Am 9. und 10. Juni 2026 kamen die Projekte der Förderlinie „Integration durch Bildung“ im Umweltforum Berlin zur Vernetzungstagung des Metavorhabens zusammen. Unter dem Titel „ZusammenSpiel: Praxis und Wissenschaft – gemeinsam wirksam“ standen der fachliche Austausch, die Vernetzung der Projekte sowie die Frage im Mittelpunkt, wie Wissenschaft und pädagogische Praxis erfolgreich zusammenwirken können. 

Zum Auftakt der Tagung begrüßten Vertreterinnen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie des Metavorhabens die Teilnehmenden. Bereits in den ersten Gesprächen wurde deutlich, wie vielfältig die Projekte der Förderlinie sind und wie groß das Interesse am gegenseitigen Austausch ist.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden wurde darüber gesprochen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht werden können und wie gleichzeitig Erfahrungen aus der Praxis Forschungsprozesse bereichern. Dabei wurde immer wieder betont, dass erfolgreiche Kooperationen auf gemeinsamen Zielen, gegenseitigem Vertrauen und einem kontinuierlichen Austausch beruhen.

Prof. Dr. Liesel Ebersöhn aus Pretoria in Südafrika begeisterte mit einer Keynote zu ko-konstruktiver Bildungsforschung in von Ungleichheit geprägten Kontexten. Ausgehend von Beispielen partnerschaftlicher Zusammenarbeit zeigte sie auf, wie Erkenntnisse entstehen können, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und Menschen nicht nur als Empfängerinnen und Empfänger von Wissen, sondern auch als Mitgestaltende von Wissen verstanden werden.

Im weiteren Verlauf stellte das Metavorhaben erste Ergebnisse seines Forschungsreviews vor. Angesichts der stetig wachsenden Zahl wissenschaftlicher Publikationen wurde diskutiert, wie Wissen systematisch erschlossen, strukturiert und für die Community der Förderlinie nutzbar gemacht werden kann. Die Teilnehmenden hatten dabei die Möglichkeit, eine in Entwicklung befindliche Web-Anwendung kennenzulernen und aktiv an deren Weiterentwicklung mitzuwirken.

Auch die Projekte selbst standen im Mittelpunkt der Tagung. Im Rahmen von Podiumsgesprächen und einer Postersession präsentierten sie ihre Arbeit, kamen miteinander ins Gespräch und tauschten Erfahrungen aus ihren jeweiligen Praxisfeldern aus. Die Vielfalt der Themen und Ansätze machte deutlich, wie unterschiedlich die Wege sein können, um die Bildungs- und Teilhabechancen von Menschen mit Migrationsgeschichte zu stärken und mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu fördern. 

Zum Abschluss wurden insbesondere die Möglichkeit zum persönlichen Austausch, die Einblicke in andere Projekte sowie die unterschiedlichen Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen als großer Gewinn hervorgehoben. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach noch mehr projektübergreifendem Austausch und gemeinsamen Reflexionsräumen deutlich.

Die Vernetzungstagung hat gezeigt, wie viel Wissen, Erfahrung und Engagement in den Projekten der Förderlinie zusammenkommen. Das Metavorhaben nimmt zahlreiche Anregungen und Ideen aus den Diskussionen mit und wird diese in die weitere Arbeit sowie in die Planung kommender Formate einfließen lassen.

Im Folgenden finden Sie ausgewählte Eindrücke der Veranstaltung und Videostatements von Beteiligten.

Tagungsvideo I Musik: Event von The_Mountain, bereitgestellt über Pixabay Music.

Impressionen

Videostatements

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Annette Scheunpflug, Verbundkoordinatorin und Leitung des Metavorhabens „Integration durch Bildung"
Prof. Dr. Liesel Ebersöhn, Direktorin des Zentrums für Resilienzforschung und Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität Pretoria in Südafrika
Dr. Oana Gröne, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Projektleiterin des Projekts „Diversität in der Medizin“ (DiMe)
Dr. Cornelia Schu, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats für Integration und Migration gGmbH (SVR)
Prof. Dr. Aileen Edele vom Berliner Institut für Empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin und Giulia Pesapane vom Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt)

Förderer

Das Projekt „Metavorhaben Migration, Integration und Teilhabe an Bildung" wird im Rahmen des Programms „Integration durch Bildung" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Logos BMBFSFJ, EU und Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung