Forschungstagebuch: Projekteinblick aus Hamburg Oktober 2025
Das Metavorhaben begleitet die 20 geförderten Projekte im Verbund „Integration durch Bildung“ und verfolgt zugleich eigene Forschungsfragen. In Hamburg beschäftigen wir uns derzeit mit dem Diskussionstand zum Thema der Förderlinie, wie er in Publikationen sichtbar wird, die sich an Fachkräfte in der Praxis richten. Ziel dieses Arbeitspakets ist es, in Abstimmung mit dem Teilprojekt an der FAU Erlangen-Nürnberg herauszufinden, welche Themen aus Sicht der Praxis relevant sind, wo Forschungsergebnisse und Praxisthemen bislang noch auseinanderfallen, und ob sich aus Sicht der Praxis ein bisher noch nicht bearbeiteter Forschungsbedarf abzeichnet.
Im Frühjahr 2025 haben wir die 20 Verbundprojekte gebeten, uns Literatur zu nennen, die sie selbst als besonders wichtig einschätzen und auch anderen Projekten empfehlen würden. Aus den Rückmeldungen ist ein Korpus an sehr vielfältigen Materialien entstanden – von Handreichungen, Leitfäden bis Flyer und Webseiten. In Zusammenarbeit mit der FAU haben wir die Titel dieser Publikationen ausgewertet und wiederkehrende Begriffe thematisch gebündelt.
Erfasst wurden einzelne oder aufeinanderfolgende Wörter, die mindestens zweimal vorkommen. Daraus entstand eine thematische Übersicht (s. Abbildung), in deren Mittelpunkt das Thema der Förderlinie „Integration durch Bildung“ steht. Daneben gruppieren sich verschiedene inhaltliche Schwerpunkte – wie Schieflagen, (pädagogische) Konzepte und Ansätze, Adressat:innen, Feld und Stärkung von Handlungswissen. Die Schriftgröße der Begriffe verdeutlicht ihre relative Häufigkeit. Die Positionierung der Cluster erfolgte zufällig.
Das Zwischenergebnis zeigt eine thematische Vielfalt in den eingereichten Publikationen. Diese beziehen sich besonders häufig auf das Feld Schule, daneben auf Soziale Arbeit, Politische Bildung oder Arbeitsmarktintegration. Adressat:innen sind vor allem Mädchen und Geflüchtete, auch spielt das generelle Thema Geschlecht eine Rolle. Häufige Konzepte sind Empowerment (Powersharing), das auf Strategien verweist, mit denen gender- und migrationsbezogenen Herausforderungen an Integration durch Bildung begegnet werden kann. Hier wird auch Elternbeteiligung genannt. Außerdem finden sich Bezüge zu gesellschaftlichen und strukturellen Schieflagen wie Rassismus und Diskriminierung. Interesse gilt auch den Berufskompetenzen zur Stärkung des Handlungswissens.
Dies war ein kurzer Einblick in „unsere Werkstatt“ – nur ein Zwischenergebnis, auf das wir weitere Arbeit aufbauen.
Förderer
Das Projekt »Metavorhaben Migration, Integration und Teilhabe an Bildung« wird im Rahmen des Programms »Integration durch Bildung« durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.