PowerMii: Berufliche Schulen im ländlichen Raum
Empowerment-Forschungsgruppen für Mädchen mit Migrationshintergrund in beruflichen Schulen im ländlichen Raum
Das Projekt auf einen Blick
Projektbeschreibung
In Deutschland zählen Inklusion, Bildungsgerechtigkeit sowie Teilhabe am Arbeitsmarkt für Jugendliche mit Migrationshintergrund zu den zentralen Herausforderungen. Nachholbedarf findet sich besonders in ländlichen Regionen. Exklusion aufgrund intersektionalen Benachteiligungen und Diskriminierung erfolgt vor allem an Übergangspassagen im Bildungssystem.
Bildungsbenachteiligte Mädchen mit Migrationshintergrund (MmM) besuchen Berufsvorbereitungsklassen im Übergangssystem, um dort ihre Schulpflicht zu erfüllen, da sie keine Berufsausbildung absolvieren.
PowerMii wird für berufliche Schulen im ländlichen Raum die Potenziale einer empowernden (Bildungs-)Biografiearbeit von bildungsbenachteiligten MmM erschließen. In Reallaboren werden Forschungs-Praxis-Tandems zusammenarbeiten (Wissenschaft, Schulsozialarbeit, Berufsschule), um in einem transdisziplinären und partizipativen Aktionsforschungsansatz Unterrichtseinheiten für das Bildungsangebot "Empowerment-Forschungsgruppe" (EF) zu entwickeln.
Herausforderungen und Gelingensbedingungen werden im Vergleich eines west- und ostdeutschen Bundeslandes analysiert. In den EF erwerben MmM eine reflexive, forschende Haltung zur eigenen Bildungsbiografie und qualifizieren sich zu Role Models, die in Workshopformaten multiplikatorisch in anderen Bildungsinstitutionen wirken.
Zur Verstetigung und zum Transfer des Empowerment-Programms werden die Ergebnisse in einem Arbeitsbuch für Bildungsakteure aufbereitet.
Organisationen
Teilprojekt: Forschende Entwicklung und Evaluation in Brandenburg
Fachhochschule Potsdam
Teilprojekt: Forschende Entwicklung und Evaluation in NRW
Universität Siegen
Teilprojekt: Reallabore in NRW
Katholisches Jugendwerk Förderband Siegen-Wittgenstein e.V.
Teilprojekt: Reallabore
Förderer
Das Projekt "Metavorhaben Migration, Integration und Teilhabe an Bildung" wird im Rahmen des Programms "Integration durch Bildung" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.