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ForDiSens: Fortbildungen Diversitätssensibilität

Fortbildungen zur Stärkung von Diversitätssensibilität

Das Projekt auf einen Blick

Projektbeschreibung

Die Verteilung von Bildungschancen durch die Institution Schule ist erwiesenermaßen durch Diskriminierung entlang der Differenzkategorien Race, Class und Gender geprägt. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Verbundprojekt der Analyse und Weiterentwicklung von Fortbildungen für Lehrer:innen im Bereich Antidiskriminierung. Es verfolgt das Ziel, Diversitätssensibilität bei schulischen Akteur*innen zu erhöhen, um Teilhabebarrieren für von Diskriminierung Betroffene abzubauen. 

Folgende Fragen sind für das Projekt leitend: 

  1. Wie entstehen in Lehrer:innenfortbildungen Impulse zur Stärkung von Diversitätssensibilität auf Ebene von Profession und Schule?
  2. Wie werden diese Impulse von den teilnehmenden Lehrpersonen in eigene Verantwortlichkeiten und ihre schulische Praxis übersetzt?
  3. Welche Gelingensbedingungen und Qualitätsstandards lassen sich für die Stärkung des diversitätssensiblen Handlungswissens ableiten? 

Das Verbundprojekt besteht aus drei bundeslandbezogenen Tandems (Wissenschaft & Fortbildungsanbietende), die die Forschungsfragen jeweils unterschiedlich thematisch fokussiert bearbeiten: 

  1. Bremen: Klassismus und Rassismus;
  2. Sachsen-Anhalt: Sexismus und Queerfeindlichkeit;
  3. Thüringen: Umgang mit rechtspopulistischen Einstellungen.

In der intersektional informierten Zusammenführung der Ergebnisse sollen übertragbare Fortbildungsmodule entwickelt, pilotiert und verstetigt werden. Forschungsmethodisch schließt das Verbundprojekt an qualitative Entwicklungsstudien an. Fortbildungen werden ethnographisch beobachtet und audiographiert, um Erkenntnisse über konkrete Sensibilisierungsprozesse zu generieren. Interviews mit Teilnehmenden und Anbietenden sowie Gruppendiskussionen mit Lehrpersonen können zudem Einsichten in die Übersetzung in eigene (Nicht-)Verantwortlichkeiten und damit in die Wirksamkeit der Fortbildungen bieten. Ausgewertet werden die Daten mit dem Verfahren der Adressierungsanalyse. Das Verbundprojekt versteht sich als responsive Anerkennungsforschung.

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Organisationen


Teilprojekt: Empirische Analysen von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Klassismus

Universität Bremen

Teilprojekt: Empirische Analysen von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Rechtspopulismus

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Teilprojekt: Konzeptionelle Gestaltung von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Sexismus und Queerfeindlichkeit

Begegnungs- und Beratungszentrum lebensart e.V.

Teilprojekt: Konzeptionelle Gestaltung von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Rechtspopulismus

Arbeit und Leben Thüringen e.V.

Teilprojekt: Konzeptionelle Gestaltung von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Klassismus

Landesinstitut für Schule Bremen

Teilprojekt: Empirische Analysen von Fortbildungen zum schulischen Umgang mit Sexismus und Queerfeindlichkeit

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Förderer

Das Projekt "Metavorhaben Migration, Integration und Teilhabe an Bildung" wird im Rahmen des Programms "Integration durch Bildung" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Logos BMBFSFJ, EU und Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung