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Der Beirat des Metavorhabens Integration durch Bildung

Bunt illustrierte Menschen mit Sprechblasen

Der internationale Beirat besteht aus einer Gruppe von Expertinnen und Experten, die das Metavorhaben als „Critical Friends“ beraten und zum anderen Impulse für die Aktivitäten in der Förderlinie insgesamt anbieten. 

Die Mitglieder

Mostapha Boukllouâ

Mostapha Boukllouâ ist Leiter des Referats Integration durch Bildung im Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Er hat selbst eine Bildungsbiographie Kind mit Zuwanderungsgeschichte durchlaufen und ist vertraut mit den Strukturen und Maßnahmen, die in solchen Bildungsgängen unterstützend sind – oder eben hinderlich. Seine Bildungsgeschichte ist eine Erfolgsgeschichte. Er absolvierte ein Lehramtsstudium für Deutsch, Geschichte und Französisch in der Sekundarstufe I/II und engagierte sich in vielen Funktionen für die Verbesserung der Chancen auf Integration durch Bildung. In seinem beruflichen Werdegang war er unter anderem Landeskoordinator des Projekts „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“. Seine Laufbahn hat er dem Ziel gewidmet, eine Bildungspraxis mitzugestalten, in der die Potenziale und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte ernstgenommen und gefördert werden – denn nur so können sie ihre Kräfte entfalten.

Liesel Ebersöhn

Prof. Dr. Liesel Ebersöhn ist Direktorin des Zentrums für Resilienzforschung an der Universität Pretoria in Südafrika. Sie hat ein Studium der Psychologie, unter anderem in den USA, absolviert und ist Professorin für Pädagogische Psychologie. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist Forschung über soziale Dimensionen der Resilienz, also der Fähigkeit, Krisen und Stress zu bewältigen. In empirischen Untersuchungen in Subsahara-Afrika spürte sie Formen von „Relationship-Resourced Resilience” auf. Dabei handelt es sich um Strategien von Kollektiven in chronisch unter Armut und Krisen leidenden Gemeinschaften, die dazu beitragen, dass auch unter den überaus widrigen Bedingungen Kräfte für die Unterstützung von Bildung, Gesundheit und Wohlbefinden entfaltet werden können. Auf dieser Grundlage führt sie ko-konstruktive Forschung in ländlichen Regionen Südafrikas durch. Ziel ist es, die erfolgreichen Strategien gemeinsam mit Bildungseinrichtungen vor Ort zu adaptieren und zu implementieren. 

Ingrid Piller

Prof. Dr. Ingrid Piller ist Soziolinguistin. Sie ist Alexander von Humboldt-Professorin an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und zugleich Professorin an der Macquarie-Universität Sydney, Australien. Ihre Forschung dreht sich um die Frage nach Wechselwirkungen zwischen Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe. Sie untersucht, wie sprachliche Praktiken die Integration in die Gesellschaft beeinflussen und welche Mechanismen zu sozialer Ungleichheit führen. In Hamburg leitet sie das Forschungszentrum „Literacy in Diversity Settings (LiDS) – Sprache und Bildung im 21. Jahrhundert“. Ihre Forschung nimmt eine Lebensverlaufsperspektive in den Blick. Sie untersucht das Zusammenspiel von formeller, non-formaler und informeller Bildung in unterschiedlichen Handlungsfeldern – von der Sprach- und Bildungspraxis in mehrsprachigen Familien bis zu Folgen der Mehrsprachigkeit für berufliche Integration, für IntWeraktion im Gesundheitswesen oder beim Behördenkontakt. 

Rocío García Carrión

Prof. Dr. Rocío García Carrión ist Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Deusto Bilbao, Spanien. Sie promovierte an der Universität Barcelona zum Thema dialogisches Lernen und Einbeziehung der Familie in Schulen als Lerngemeinschaften. Außerdem war sie Marie-Curie-Stipendiatin an der Universität Cambridge und Gastwissenschaftlerin an der Harvard Universität. Ihre Forschungsinteressen richten sich auf die Gestaltung dialogischer und interaktiver Lernumgebungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einbeziehung marginalisierter Gruppen sowie der Einbeziehung von Familien und der Gemeinschaft in Bildungsprozesse. Sie leitete das EU-finanzierte Projekt SCIREARLY. Es befasst sich mit evidenzbasierten Strategien und Praktiken zur Verbesserung der schulischen Leistungen und zur Verringerung des vorzeitigen Schulabbruchs. Ferner ist sie am IMPROVA-Projekt beteiligt, das sich um die psychische Gesundheit von Jugendlichen im Bildungsbereich dreht. 

Förderer

Das Projekt "Metavorhaben Migration, Integration und Teilhabe an Bildung" wird im Rahmen des Programms "Integration durch Bildung" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Logos BMBFSFJ, EU und Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung