Bildung so attraktiv wie nie - Deutschland im OECD-Vergleich

Grafik zur Darstellung von Wachstum, Fortschritt, Anstieg
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Immer mehr Menschen investieren in ihre Bildung und starten ein Studium oder eine hochqualifizierende Ausbildung. Und das zahlt sich aus, stellen die Statistischen Ämter von Bund und Ländern in ihrem Bericht für Deutschland fest: Im OECD-Vergleich hat Deutschland eine besonders niedrige Arbeitslosenquote. Bei den Hochqualifizierten liegt sie sogar unter 2 Prozent. Allerdings gibt es innerhalb der Bundesländer durchaus Unterschiede. Während 2017 in Berlin 92 Prozent eines Jahrgangs einen hohen Abschluss anstrebten, waren es bei Schlusslicht Schleswig-Holstein nur 39 Prozent. Berlin, so die Statistiker, profitiert dabei allerdings vom starken Zuzug Studierender aus anderen Bundesländern. Wer wissen möchte, wie es um die Bildung in Deutschland bestellt ist, muss eben genau hinschauen: Im Bundesdurchschnitt liegen die Anfängerquoten für eine hochqualifizierende Ausbildung bei 60 Prozent und damit leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 65 Prozent. Dies gilt aber nicht für den MINT-Bereich. Hier ist Deutschland gut aufgestellt und liegt mit einer 39 Prozent Anfängerquote an der OECD-Spitze. Auf der Überholspur sind die gut qualifizierten jungen Frauen: In allen Bundesländern, mit Ausnahme von Baden-Württemberg, liegt ihr Anteil über dem der jungen Männer. Aber auch hier ist noch Luft nach oben: OECD-weit haben 51 Prozent der Frauen zwischen 25 und 34 Jahren einen solchen Abschluss. Diesen Wert erreicht selbst Musterschüler Berlin nicht ganz. Fazit des Berichts: Es gibt viele positive Entwicklungen in Deutschland. Vor allem im Handwerk - in der Erziehung, Gesundheit und Pflege braucht es aber noch mehr Anstrengungen für hochqualifizierten Nachwuchs.

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