Bildungsungleichheit beginnt schon in der Grundschule

Malkasten mit bunten Farben, um Heterogenität zu veranschaulichen
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Wer bei der Forderung nach mehr Bildungsgerechtigkeit automatisch an das Gymnasium denkt, irrt. In einer Publikation des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung macht der Bildungssoziologe Marcel Helbig deutlich, dass Ungleichheit bereits zunehmend in der Grundschule beginnt. Da sich die Sozialstruktur in Wohngebieten immer mehr angleiche, werde auch die Zusammensetzung der Schülerschaft an den Grundschulen zunehmend homogener. Eltern schauten zudem sehr genau auf die soziale Zusammensetzung der Grundschule und schickten ihre Kinder im Zweifel lieber auf eine wohnortunabhängige private bzw. religiös gebundene Grundschule. Dies führe dazu, dass Kinder an Brennpunkten immer häufiger unter sich blieben.

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