Individuelle Förderung

#Glossar

Individuelle Förderung bedeutet, den einzelnen Schüler seinen Möglichkeiten entsprechend zu fördern und zu fordern. Dazu müssen zunächst die jeweilige Lern- und Fähigkeitsstände und das Lerntempo erkannt, also diagnostiziert werden. Es gibt Schüler, die sind in Mathematik der Jahrgangsstufe sechs auf dem Leistungsstand von Viertklässlern, wohingegen sie in Deutsch auf dem Stand von Achtklässlern sein können.

Wenn sich das Lernangebot an einem Durchschnittsschüler orientiert und allen Schülern und Schülerinnen einer Klasse das Gleiche vermittelt, kann der Unterricht den unterschiedlichen Lernbedürfnissen und -voraussetzungen nicht gerecht werden. Diese Form des Unterrichts kann die Lern- und Leistungsunterschiede nicht ausreichend berücksichtigen. Starke und schnelle Schülerinnen und Schüler können unterfordert, schwächere und langsamere abgehängt werden. Um individuell fördern zu können, müssen alle pädagogischen, didaktischen (Didaktik = Analyse und Planung des Unterrichts) und methodischen Überlegungen für die Unterrichtsgestaltung einbezogen werden. Individuell fördern bedeutet nicht, jede Schülerin und jeden Schüler einzeln, also gesondert zu unterrichten. Gemeint ist, dass Lernsituationen geschaffen werden, in denen Schüler Fähigkeiten entwickeln, ihr Lernen selbst mit in die Hand zu nehmen.

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