Wer sollte testen?

Auf keinen Fall das Internet! Tests sollten Expertinnen und Experten mit entsprechender psychologischer Fachausrichtung durchführen. Sie haben die erforderlichen Kenntnisse zur Durchführung, Auswertung und Interpretation eines Tests und Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen, speziell mit begabten und hochbegabten. Zudem können sie Eltern und/oder Lehrerinnen und Lehrer über die Zuverlässigkeit und Genauigkeit des jeweiligen Tests informieren. Auskünfte gibt der Schulpsychologische Dienst der jeweiligen Stadt.

Vor Durchführung eines Intelligenztests sollte sichergestellt sein, dass der Test mehrere unterschiedliche Bedingungen erfüllt. Der Test

  • muss altersgerecht exakt passend sein,
  • muss wissenschaftlichen Ansprüchen genügen,
  • sollte ein möglichst breites Spektrum von Fähigkeiten abdecken,
  • muss aktuell sein, also nicht älter als zehn Jahre, weil sich die durchschnittlichen Leistungen einer derartigen Stichprobe im Laufe der Zeit verändern. Und der Test
  • muss zudem normiert sein. Was heißt das? An einer möglichst großen Gruppe – einer sogenannten Stichprobe, die im Idealfall mehrere tausend Personen umfasst – wird untersucht, wie viele Personen einer Altersgruppe welche und wie viele Aufgaben des Tests lösen können. Auf der Basis einer solchen Verteilung kann errechnet werden, wie viele gelöste Aufgaben im jeweiligen Einzeltest in ein Verhältnis zur Stichprobe gesetzt werden können, um die Position des gerade getesteten Kindes oder Jugendlichen innerhalb dieser Verteilung zu bestimmen.