Rechtliche Grundlagen
der Begabtenförderung von der Einschulung bis zum Abitur

Schulgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern
SchulG M-V

Laut Schulgesetz haben Schule und Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern allen Schülerinnen und Schülern gleiche Bildungschancen zu gewähren. Allen Lernenden steht eine angemessene Förderung ihrer Fähigkeiten, Interessen und Neigungen zu, so dass sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt werden.

Geeignete Fördermaßnahmen sind zu ergreifen, um individuellen Problemen entgegenzuwirken. Der Unterricht ist in größtmöglichem Ausmaß heterogen zu organisieren und zu gestalten. Äußere Differenzierungen dienen ausschließlich der individuellen Förderung. Ziel des Bildungs- und Erziehungsauftrags jeder Schule ist die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit aller Schülerinnen und Schüler.

In der Grundschule sind die unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen der Kinder zu erkennen und integrativ zu fördern. (§ 4 Absatz 2 und 7 des Schulgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern)

Es ist den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschulen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und Neigungen ein individuell gestalteter Bildungsweg zu ermöglichen. (§ 18 Absatz 2 des Schulgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern)

Gymnasien können besondere Förderklassen für Lernende mit besonderen Fähigkeiten einführen. In jedem der vier Schulamtsbereiche ist ein speziell eingerichtetes Gymnasium mit überregionalen Förderklassen für die Beschulung von diagnostiziert kognitiv Hochbegabten zu führen. (§ 19 Absatz 1 und 3 des Schulgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern)

Ziel der Arbeit der Musik- und Sportgymnasien ist es, musikalisch und sportlich besonders begabte Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Leistungsentwicklung zu fördern und zu stärken. (§ 19 Absatz 2 des Schulgesetzes für das Land Mecklenburg-Vorpommern)
 

Gesetz über die Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern - Landeshochschulgesetz (LHG M-V)

Laut Gesetz über die Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann Schülerinnen und Schülern, die nach einer einvernehmlichen Entscheidung von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, im Einzelfall genehmigt werden, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen sowie Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen und entsprechende Leistungspunkte zu erwerben, die bei einem späteren Studium anerkannt werden. Das Nähere regeln die Hochschulen durch Satzung. (§ 22 Absatz 2 des Landeshochschulgesetzes)

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Gesetze, Verordnungen und Erlasse für den Bereich Schule

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