Weiterführende Schulen
Gymnasien und Oberschulen mit besonderen Angeboten

Strukturelle Veränderungen

Der Gedanke der konsequenten Umsetzung der Inklusion hat auch zu einer tiefgreifenden Neustrukturierung bei den weiterführenden Schulen geführt. An den Oberschulen werden alle Kinder bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet. Die Individualisierung des Unterrichts geht einher mit der Fachleistungsdifferenzierung in verschiedenen Fächern, das heißt die Oberschulen bieten Unterricht auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus an.

In Verbindung mit dem Grundgedanken der Inklusion (Förderung aller Kinder auf dem jeweils individuellen Lernniveau) haben die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen an beiden Schulformen, Gymnasium und Oberschule, die Chance, ein auf ihre Fähigkeiten abgestimmtes Unterrichtsangebot zu erhalten. Durch die Fachleistungsdifferenzierung und die Profile, die alle weiterführenden Schulen inzwischen bieten, ergibt sich ein breit gefächertes Angebot, das auch besonders begabten Schülerinnen und Schülern ein ihren Neigungen entsprechendes Angebot oder Profil bieten kann.

Die Ganztagsschulen an den weiterführenden Schulen bieten aufgrund der Ausweitung der Lernzeit die Möglichkeit, vertiefende Angebote auch für besonders begabte Schülerinnen und Schüler zu machen. So gibt es Angebote in Robotik, Informatik und Forscher-AGs, die dann zum Beispiel auch am bundesweiten Wettbewerb Jugend forscht teilnehmen. Hier erzielen Bremer Schülerinnen und Schüler sehr überzeugende Ergebnisse, wie diese Website zeigt.

Die Gesamtschule Bremen-Ost hat ein Musikprofil und kooperiert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Hier eine Auswahl aus Angeboten und Projekten, die gemeinsam durchgeführt wurden und werden:

  • Hospitationen einzelner Kammerphilharmoniker in normalen Musikstunden
  • Orchesterproben (Satzproben), die von Musikern geleitet werden
  • Besuch von Proben der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
  • Schulkonzerte und gemeinsame Konzerte
  • Melodie des Lebens

Folgende Schulen bieten ein Sportprofil an:

  • Gymnasium Links der Weser als Eliteschule des Fußballs
  • Oberschule Ronzelenstraße als sportbetonte Schule für Rhythmische Sportgymnastik, Judo, Leichtathletik, Schwimmen und Volleyball mit Ganztagsbetreuung. Assoziierte Sportarten sind Badminton, Tennis und Triathlon. (Meldungen sind für diese Klassen nur über die Sportfachverbände möglich.)
  • Schule am Leher Markt in Bremerhaven insbesondere im Bereich Fußball

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen im sprachlichen Bereich werden an folgenden Schulen bilinguale Bildungsgänge angeboten:

In Bremen

In Bremerhaven

 

Ein besonderes Profil zur Förderung der MINT-Fächer findet sich an der Oberschule Findorff. Die Schule bietet besonders begabten Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe in den MINT-Fächern das Profil Nachhaltige Technologie (Leistungskurs Physik mit den Grundkursen Chemie und Englisch; kombinierbare Leistungskurse sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Geografie) in enger Kooperation mit dem Unternehmen Siemens und der Universität Bremen an. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, einen Tag in der Woche an der Uni zu lernen, zu forschen, am universitären Leben teilzunehmen und zu erfahren, wie Ergebnisse der Forschung in die Praxis umgesetzt werden. Zukunftsweisende Erfahrungen an der Schnittstelle von Forschung und Wirtschaft werden ermöglicht. Das Profil ist von der UNESCO als offizielles deutsches Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet worden.

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Präambel

Bremen war eines der ersten Bundesländer, das die in der UN-Menschrechtskonvention geforderte Inklusion umgesetzt hat. So haben die Bremer Schulen schon seit der Schulrechtsreform 2009 den Auftrag, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln, siehe § 3 (4) des Bremischen Schulgesetzes (BremSchulG).

Die Umsetzung der Inklusion bedeutet für die Bremer Schulen, dass sie Unterricht konzipieren müssen, der in besonderem Maße der Individualisierung Rechnung trägt, um ein für alle Schülerinnen und Schüler qualitativ hochwertiges und auf den jeweiligen Lernstand angepasstes Angebot machen zu können.

Für eine erfolgreiche Umsetzung wurde als Rechts- und Handlungsgrundlage eine bis Ende des Schuljahres 2018/19 gültige Erste Verordnung für unterstützende Pädagogik verfasst, die unter anderem in § 8 (4) und § 10 (1) und (2) Hochbegabung definiert und Leitlinien und Maßnahmen für die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler festlegt.

Informationen in kompakter Form zur Inklusion an Bremer Schulen mit Hinweisen zu Fachtagungen und einem Diskussionsforum wurde für alle an der Schulreform im Land Bremen aktiv Beteiligte und Interessierte mit der Website Bremer Portal Inklusion geschaffen.