Grußwort
Begabungsförderung in Bremen

Senatorin Claudia Bogedan

Dr. Claudia Bogedan
Senatorin für Kinder und Bildung im Senat der Freien Hansestadt Bremen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kinder und Bildung, dieser neue Ressortname in Bremen steht für das richtige und wichtige Vorhaben, den Bildungsbereich mit dem KITA-Bereich organisatorisch und inhaltlich zusammenzuführen Wir wissen um die Wichtigkeit der frühen Jahre, in denen der Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie gelegt wird. Wir wollen unseren Kindern gleichermaßen gute Entwicklungs- und Lernvoraussetzungen geben, damit jedes Kind seine Begabungen nach besten Möglichkeiten entfalten kann.

Dieser neue systematische Blick auf die Bildungsprozesse der Heranwachsenden vom Elementarbereich an fügt sich in die große Linie der Inklusion, die das Bremer Bildungssystem seit der Schulgesetzreform von 2009 konsequent verfolgt. Inklusion im Bereich Bildung ist dabei nicht nur in Hinblick auf das gemeinsame Lernen von nicht behinderten und behinderten Kindern und Jugendlichen definiert, sondern auf die Förderung aller Schülerinnen und Schüler ausgerichtet, angefangen bei der Einschränkung im kognitiven Bereich bis hin zur Hochbegabung, unbeachtet der sozialen und kulturellen Herkunft.

Im Kontext der Inklusion steht das Potenzial des einzelnen Kindes im Vordergrund. Es geht nicht um die defizitäre Betrachtung der Dinge, die ein Kind (noch) nicht kann. Ziel der Förderung ist es, die individuellen Lernvoraussetzungen festzustellen, Potenziale zu entdecken, zu entwickeln und bestmöglich zu fördern. Dies gilt auch für die Förderung besonderer Begabungen.

Die Heterogenität, die in Bremen und Bremerhaven wie in vergleichbaren Städten besonders hoch ist, bietet die Möglichkeit, die ganze Vielfalt, die sich in den Bildungseinrichtungen zeigt, als Chance wahrzunehmen. Welche besonderen Interessen haben die einzelnen Schülerinnen und Schüler? Wo lässt sich vermuten, dass hinter dem besonderen Interesse auch eine besondere Begabung steckt? Was kann man tun, um diese zu fördern?

Schon heute steht für die Förderplanung an jeder Schule ein Zentrum für unterstützende Pädagogik (ZuP) mit einem Team aus Fachpädagoginnen und -pädagogen zur Verfügung, das sich nicht nur um Kinder kümmert, die beim Lernen besondere Unterstützung benötigen, sondern eben auch jene in den Blick nimmt, denen aufgrund ihrer Begabung besondere Angebote gemacht werden müssen, um ihre Lernmotivation optimal zu entfalten. Für weitergehende Beratung und Diagnostik wurden Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ) eingerichtet.

Deshalb sind wir auf einem guten Weg, im Sinne der Inklusion auch die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Begabungen voranzubringen. Die bereits verwirklichten Maßnahmen zur Unterstützung werden weiter ausgebaut. Ziel ist es, sie transparent für alle so zu gestalten, dass Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Eltern eine engmaschige, gute Unterstützung erhalten, um diese Kinder und Jugendlichen möglichst optimal zu fördern und zu begleiten.

Ihnen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, wünsche ich eine anregende Lektüre dieses LänderSPECIALS von Bildung & Begabung.

Unterschrift Bogedan

 

 

 

Dr. Claudia Bogedan
Senatorin für Kinder und Bildung des Landes Bremen