Konzeptlos in der Krise

Aufgeklappter Laptop mit der Aufschrift E-Learning.
Foto: Oberholster Venita – Pixabay.com

Auch rund vier Wochen nach der Schulschließung haben die meisten Schulen noch kein Patentrezept für das »distance learning« entwickelt. Das ist das Fazit einer Umfrage der Vodafone Stiftung. Rund 300 Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen wurden von Anfang bis Mitte April zur Situation an ihrer Schule befragt. 66 Prozent der Schulen verfügen demnach über kein Gesamtkonzept für den Fernunterricht. Immerhin ein Viertel der befragten Lehrkräfte sieht sich sogar ganz auf sich alleine gestellt. Insgesamt halten die Lehrkräfte den persönlichen Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern für sehr wichtig. Aber nur einem Drittel gelingt es auch, alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen. E-Mails sind dabei das Mittel der Wahl, um mit der Klasse in Kontakt zu bleiben. Videochats nutzen 20 Prozent der Lehrkräfte. Dass die aktuelle Situation soziale Ungleichheiten bei den Schülerinnen und Schülern verschärfen könnte, diese Sorge teilt rund die Hälfte der Interviewten. An Schulen, die schon vor Corona den Digitalisierungsprozess vorangetrieben haben, haben nur ein Drittel der Lehrkräfte diese Befürchtung. Die wissenschaftliche Leiterin der Umfrage, Prof. Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn, sieht daher einen großen Bedarf, künftig verstärkt in die Fortbildung von Lehrkräften zu investieren und allen Best-Practice-Beispiele zugänglich zu machen. 

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