ICILS-Studie 2018: Umgang mit digitalen Medien an deutschen Schulen

An deutschen Schulen mangelt es an technischer Infrastruktur und an Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien. Das zeigt die internationale Vergleichsstudie »International Computer and Information Literacy Study« (ICILS) 2018.  Sie untersucht nach 2013 zum zweiten Mal die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich.

Achtklässlerinnen und Achtklässler in Deutschland liegen im internationalen Vergleich erneut im Mittelfeld, wenn es um den kompetenten Umgang mit digitalen Medien geht. Lehrkräfte nutzen digitale Medien im Unterricht zu deutlich höheren Anteilen als vor fünf Jahren, wenn auch seltener als Lehrkräfte in vielen anderen Staaten. Ein geringer Anteil der Jugendlichen erreicht die Leistungsspitze, ein Drittel verfügt nur über Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Medien. Im internationalen Vergleich weisen die IT-Infrastruktur und -Ausstattung an deutschen Schulen sowie die Fortbildung der Lehrkräfte noch Ausbaupotenzial auf.

Verantwortet wird ICILS von der »International Association for the Evaluation of Educational Achievement« (IEA). Bei der IEA handelt es sich um einen unabhängigen internationalen Verbund wissenschaftlicher Institutionen für Bildungsforschung. Wilfried Bos, Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund, und Birgit Eickelmann, Professorin für Schulpädagogik an Universität Paderborn und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Bildung & Begabung, haben die nationale Koordination übernommen und dazu ein wissenschaftliches Konsortium eingerichtet.

Im Video berichtet Birgit Eickelmann über ein überraschendes Ergebnis.

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